Sparverhalten: Wo finden sich Europas fleißigste Sparer?

• Bigbank, den 12. März 2019

Sparverhalten

"Damit fragen wir also, wer im Rahmen seiner Möglichkeiten am meisten spart."

Wo finden sich Europas fleißigste Sparer?

Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch in Bezug auf die privaten Finanzen, insbesondere das Sparverhalten. Während beispielsweise Sparer in Deutschland und Österreich als besonders diszipliniert gelten, wird beispielsweise Südeuropäern ein Hang zum Genuss und damit zum Konsum nachgesagt. Wieviel Wahrheit steckt hinter diesen Klischees?

Um das Sparverhalten in verschiedenen europäischen Ländern vergleichen zu können, braucht es einen gemeinsamen Nenner, um unterschiedliche Lohnniveaus und Lebenshaltungskosten auszugleichen. Wir haben uns für einen Blick auf die Sparquote entschieden. Die Sparquote gibt an, wieviel Prozent des frei verfügbaren Bruttoeinkommens auf die hohe Kante gelegt wird. Damit fragen wir also, wer im Rahmen seiner Möglichkeiten am meisten spart. Laut Daten des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) lag die Sparquote in der EU 2018 bei rund zehn Prozent. Blickt man nur auf die 19 Mitglieder der europäischen Währungsgemeinschaft, so waren es zwölf Prozent.

Interessanterweise finden sich die fleißigsten Sparer Europas in Luxemburg, mit einer Sparquote von 22 Prozent, gefolgt von Schweden mit 18 Prozent. Die deutschen Sparer haben mit 17 Prozent „nur“ Anspruch auf die Bronze-Medaille. Und die Österreicher liegen mit 12 Prozent des verfügbaren Einkommens gerade einmal auf durchschnittlichem Niveau. Ebenso interessant: Die Italiener (zehn Prozent) und Spanier (sechs Prozent) sparen fleißiger als die Sparer im Vereinigten Königreich, wo nur etwa vier Prozent des frei verfügbaren Einkommens zurückgelegt werden. Eine mögliche Erklärung für die mangelnde Sparbereitschaft der Briten könnte der starke Wertverfall des britischen Pfunds infolge des Brexit-Votums sein.

"Die Sparquote kann auch ein geeignetes Instrument sein, um sich ein individuelles Sparziel zu setzen."

Es zeigt sich also: Die gängigen Klischees über das Spar- und Konsumverhalten in verschiedenen Ländern dürfen durchaus angezweifelt werden. Es zeigt sich aber auch, dass sowohl für deutsche als auch österreichische Sparer im Durchschnitt noch Luft nach oben besteht. So fleißig, wie man es Ihnen nachsagt, sparen Sie nicht. Interessanterweise liegt die Sparquote in Deutschland übrigens seit 2006 relativ konstant zwischen 16 und 17 Prozent. In Österreich lag die Sparquote zwischen 2006 und 2009 auf demselben Niveau und ist erst nach der Finanzkrise 2009 stetig gefallen.

Die Sparquote als Orientierungshilfe

Die Sparquote kann auch ein geeignetes Instrument sein, um sich ein individuelles Sparziel zu setzen. Anstatt bei der Finanzplanung mit der Frage zu beginnen, ob man derzeit 50, 100 oder 150 Euro pro Monat beiseitelegen sollte, ist eine langfristige Sparquote sinnvoller. Im Mittelpunkt sollte dabei die Frage stehen, wie viel Prozent des frei verfügbaren Einkommens – also nach elementaren Dingen wie Miete, Lebensmittel oder dem Handyvertrag – noch für Konsumzwecke ausgeben, und wie viel davon gespart werden sollten. Als Faustregel sollte die Sparquote mindestens zehn Prozent des frei verfügbaren Einkommens betragen.

Wichtig dabei ist: Wer kontinuierlich spart, sollte gerade größere Summen nicht unverzinst liegen lassen – etwa auf dem Girokonto. Eine attraktive Alternative kann Festgeld bei der Bigbank sein, dass bereits ab einer Einlage von 1.000 Euro getätigt werden kann. Da es möglich ist, mehrere Festgeld-Verträge gleichzeitig laufen zu lassen, können Kunden ihre auf dem Girokonto gesammelten Ersparnisse regelmäßig in Festgeld-Verträge investieren – und dabei jeweils eine beliebige Laufzeit wählen. Da die Bigbank keine Gebühr oder sonstige Kosten bei Vertragsabschluss erhebt und gleiche Zinskonditionen für alle Einlagen bis 100.000 Euro bietet, bieten mehrere kleinere Festgeldverträge keinerlei finanzielle Nachteile gegenüber einer einmaligen und höheren Einlage.

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