Altersvorsorge: Was länger zinst, wird endlich gut.

• Bigbank, den 15. November 2018

Festgeld Bigbank

"Wer langfristig für das Alter vorsorgt, muss verschiedene Aspekte beachten."

Altersvorsorge: Was länger zinst, wird endlich gut

Ein Urlaub, ein neues Auto oder ein neuer Fernseher – fast jeder Mensch besitzt kurz- oder mittelfristige Sparziele. Längerfristig denkt laut einer Statistik des Verbands der Privaten Bausparkassen zumindest jeder zweite Sparer in Deutschland, und sorgt monetär fürs Alter vor. Doch gleichzeitig zeigt eine Studie im Auftrag der Deutschen Versicherungswirtschaft, dass sich trotzdem mehr als ein Drittel (37 Prozent) aller Bundesbürger zwischen 40 bis 55 Jahren sorgt, seinen derzeitigen Lebensstandard im Alter nicht halten zu können.

Mitschuld daran trägt vor allem der demografische Wandel, insbesondere die zunehmende Alterung in Deutschland. Unser Rentensystem steht vor großen Herausforderungen, gegen die nur eine langfristige private Vorsorge hilft. Laut dem Verbraucherportals Finanztip bildet jeder Sechste keine privaten Rücklagen. Kaum verwunderlich: Unter Menschen, die weniger als 1.500 Euro brutto im Monat verdienen, verzichtetet mehr als jeder Vierte (29 Prozent) gänzlich auf die private Altersvorsorge.

Trotz drohender Altersarmut – private Altersvorsorge kommt meist zu kurz

Laut der aktuellsten Bevölkerungsvorausberechnung des Bundesamtes für Statistik wird die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland zukünftig sinken. Während 2013 noch 49,2 Millionen Deutsche zwischen 20 und 64 Jahre alt waren, werden es bis 2030 schätzungsweise nur noch 44 bis 45 Millionen Bundesbürger sein. Bis 2060 könnte diese Zahl – je nach Stärke der Migration – laut den Statistikern des Bundesamts sogar auf lediglich 38 Millionen schrumpfen.

Auf jeden einzelnen deutschen Pensionär werden somit immer weniger Berufstätige kommen, die in die Rentenkassen einzahlen. Im Jahr 2013 entfielen in Deutschland auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter 34 Personen, die das Renteneintrittsalter von 65 Jahren erreicht haben. Bis 2060 könnte sich dieses Verhältnis auf 35 Erwerbstätige gegenüber 65 pensionierte Deutsche verschieben. Die naheliegenden Lösungen für den Staat sind entweder die kontinuierliche Erhöhung des Renteneintrittsalters oder die Minderung der Rentenansprüche. Vor dieser Entwicklung erscheint es umso fataler, dass sich insbesondere Menschen, die noch in den Anfängen ihrer Karriere stehen, wenig Gedanken um ihre langfristige Finanzplanung machen – denn sie werden in Zukunft besonders betroffen sein. Gerade wenn bis zum Renteneintritt noch viel Zeit zum Sparen bleibt, können langfristige Einlagen wie Festgeld mit einer Laufzeit von beispielsweise 5 Jahren eine sinnvolle Option sein.

"Gerade mit fortschreitendem Alter kann es daher sinnvoll sein, Ersparnisse lieber in Sparanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten einzuzahlen"

Altersvorsorge ist keine Einbahnstraße

Wer langfristig für das Alter vorsorgt, muss verschiedene Aspekte beachten. So sollten etwa die konstant steigenden Lebenshaltungskosten einkalkuliert werden. Der Verbraucherpreisindex, der als Basis für die Messung der Inflation dient, ist seit der Jahrtausendwende bis Ende 2017 um 28 Prozent auf 109,3 Zähler gestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Inflationsrate von rund 1,6 Prozent. Auch wenn sich die zukünftige Inflationsentwicklung nicht voraussagen lässt: Sparer, die ihr Geld bis zum Renteneintritt unverzinst aufbewahren oder keine Erträge aus Kapitalmarktinvestitionen beziehen, werden mit ihren Ersparnissen in Zukunft nur eine geringere Kaufkraft besitzen – und damit ihren aktuellen Lebensstandard vermutlich nicht halten können.

Wem noch mehr Zeit bis zum Renteneintritt bleibt oder wer vielleicht noch gar nicht vorsorgt, der kann frühzeitig überprüfen, ob im Rahmen seines finanziellen Spielraums Sparpotenzial besteht. Auf unserem Blog erfahren Sie fünf praktische Spartipps für den Alltag, mit denen Sie einen bis zu vierstelligen Betrag pro Jahr einsparen können.

Darüber hinaus sollte die Aufteilung der privaten Ersparnisse je nach Alter und Lebenssituation regelmäßig überprüft und angepasst werden. Als Faustregel gilt: Je niedriger der Zeitraum bis zum Renteneintrittsalter, desto geringer sollte das Risiko bei der Wahl der Spar- oder Geldanlage sein. Denn wer sein Geld beispielsweise am Aktienmarkt vermehren möchte, sollte langfristig genug investieren, um im Ernstfall einen Crash aussitzen zu können. Gerade mit fortschreitendem Alter kann es daher sinnvoll sein, Ersparnisse lieber in Sparanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten einzuzahlen, die eine feste Verzinsung bei gleichzeitig geringeren Risiken bieten. Wenn Ersparnisse überwiegend in risikoreichen Anlagen stecken, kann es daher Sinn machen, in Abhängigkeit des zeitlichen Abstand bis zum Renteneintritt schrittweise Wertpapiere zu liquidieren und stärker in sicherere Anlagen wie Festgeld umzuschichten.

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